Gott lässt Leben wachsen
Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Gemeindemitglieder
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus…“
Bald blüht der Enzian wieder und die Wiesen in den Bergen sind voller bunter Blumen. Das Vieh kommt wieder auf die Alpen, der Sommer naht. Wie schön! Wie gut, dass die Natur immer noch einigermassen verlässlich ihren Rhythmus beibehält trotz der vielfältigen Einflüsse von uns Menschen und damit auch unseren Lebensrhythmus prägt.
Gerade in Zeiten, in denen einige gewohnte Verhältnisse verrückt geworden sind, tut es besonders gut, zu erleben, dass der Rhythmus der Natur, der unser aller Leben prägt, grundsätzlich verlässlich ist. So sind auch die Fest- und Feiertage im Jahreskreis von grosser Bedeutung.
Wir durften die Konfirmation von jungen Menschen in unseren Gemeinden feiern.
An Karfreitag haben wir an das Leiden und Sterben Jesu erinnert und an Ostern das grosse Fest des Lebens gefeiert. Das wichtigste Fest schlechthin, wie ich finde: der Sieg des Lebens über den Tod.
Die Auferstehung Christi meint ja jeden von uns, die wir sterben müssen, und doch auf ganz neue Art und Weise leben dürfen, weil der Tod nicht mehr das letzte Wort behält, sondern Gott.
Pfingsten und Auffahrt steht für seine Gegenwart aus Liebe, die Gott nicht aufgibt, trotz allem, was von Menschen verrückt wird.
So heisst es schon ganz am Anfang der Bibel: 1. Buch Mose 8, Vers 22:
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“.
Ganz am Ende der Bibel, in der Offenbarung, heisst es dann:
Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Höllle.“
Mit dieser Zusage wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Mai und einen grossen Sommer.
Ihr
Pfarrer, Matthias Heimer
